ReligionsfriedenAugsburg |
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„Confessio Augustana” |
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Heute berufen sich weltweit 540 Millionen Christen auf das lutherische Bekenntnis
der „Confessio Augustana”. Im Jahr 1530 wurden die von Martin Luther und
Philip Melanchthon verfassten 28 Artikel des „Augsburger Bekenntnisses” auf
dem Reichstag in Augsburg an Kaiser Karl V. übergeben. Der Kaiser wollte
daraufhin die kirchliche Einheit mit Waffengewalt wieder herstellen. Nach
langem Glaubensstreit wurde 1555 im „Augsburger Religionsfrieden” die
Parität zwischen der evangelischen und der katholischen Konfession
reichsrechtlich festgeschrieben. Dies war ein erster bedeutender Schritt in
Richtung Glaubens- und Gewissensfreiheit. Ihm folgte jedoch der
30-jährige Krieg. Die danach wieder errungene Gleichstellung, 1650 als
„Augsburger Parität” verkündet, wurde zum Modell für einen europäischen
Neuanfang. Seitdem feiert Augsburg alljährlich am 8. August als Deutschlands einzigen
städtischen Feiertag das „Augsburger Hohe Friedensfest”. Seit 1985 wird
alle drei Jahre der „Augsburger Friedenspreis” verliehen an Menschen, die
sich um ein interkonfessionelles Miteinander verdient machen. Im Jahr 2005 gedachte die Stadt Augsburg im Rahmen vieler Veranstaltungen unter dem Motto 'Pax 2005' dem Die im Jahr 2003 in Augsburg begründete überkonfessionelle Jakobus-Pilgergemeinschaft trägt in diesem Sinne die „Augsburger Parität” in die Zukunft. |
![]() Die Türme der evangelischen und katholischen Ulrichskirche in Augsburg |
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Heidi Rohrlack |
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